Zwangsräumung ausgesetzt – Widerstand geht weiter

Der Zwangsräumungstermin für Mittwoch, den 12.12. in der Lausitzerstr. ist zwar ausgesetzt. “Aus formalen Gründen”, so die offizielle Begründung – hahaha. Aber die Zwangsräumung kann auch jederzeit wieder angesetzt werden. Darüber und über das akut bedrohte Ehepaar in der Lübbener Straße sollte im Kiez informiert werden.

Deshalb sind am Samstag, den 8.12., ca. 20 Leute bei sonnigem Winterwetter von der Lausitzerstr. zur Lübbener Straße gezogen. Dabei ging es fast 2 Stunden kreuz und quer durch den Reiche-Kiez, den Görlitzer Park und den Wrangelkiez. Die ganze Zeit wurden Flyer (fast 1000) verteilt, die Texte auf deutsch und türkisch – und als sich rausstellte, dass wer arabisch spricht auch auf arabisch – über Megafon verlesen. Die Reaktion der Nachbar_innen war interessiert und positiv. Viele fanden es toll, dass die Zwangsräumung schon zum zweiten Mal verhindert wurde und sagten ihre Unterstützung bei der dritten Verhinderung zu.

Zum Abschluss kam der Kiezspaziergang in der Lübbener Straße. Dort will die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBM das 70 bzw. 80 Jahre alte Ehepaar K. aus ihrer Wohnung räumen. Die Flyer wurden auf türkisch und deutsch verlesen und das Ehepaar und viele Nachbar_innen haben aus ihren Fenstern applaudiert. Der Kiezspaziergang endete dann unter Sprechchören Ob Nuriye oder Kalle – wir bleiben Alle!

Text des Flyers auf deutsch und türkisch

Zwangsräumung in der Lausitzer Straße zum zweiten Mal verhindert!

Am 22.10 verhinderten 150 Menschen mit Blockaden die Räumung der Familie Gülbol in der Lausitzer Straße. Nun war für den 12.12. eine weiterer Räumungsversuch angesetzt. Über 70 Institutionen und Einzelpersonen erklärten sich in einer Solidaritätserklärung zu einer Blockade bereit, über 300 haben sich in einen SMS-Verteiler eingetragen. Die Unterstützung und Solidarität in der Nachbarschaft und in ganz Berlin war so groß, dass die Räumung auch beim zweiten Versuch abgesagt werden musste. Wenige Tage vor dem Termin wurde die Räumungsankündigung unter einer fadenscheinigen Begründung – „formale Unstimmigkeit“ – zurückgezogen. Es ist aber weiterhin mit einem erneuten Versuch zu rechnen, aber mit einer breiten Unterstützung und großen Menschenblockaden kann auch dieser verhindert werden !

Lausitzer Straße deki tahliye ikinci kez önlendi!

Lausitzer Straße de oturan Gülbol Ailesinin tahliyesi 22.10.2012 de, 150 kisinin kusatmasiyla engellendi. 12.12.2012 de yeni tahliye girisimi kararlastirilmisti. 70´den fazla kurumlar ve bireyler, dayanisma aciklamasinda, Blokaj icin hazir olduklarini acikladilar, 300´den fazlasida kendilerini SMS dagitimina kaydettiler. Komsular tarafindan ve tüm Berlin´deki verilen Destek ve Dayanisma okadar yogunduki, ikinci tahliye de iptal edildi.
Tahliye bildirisi, zamanina bir kac gün kala, süpheli bir bahane ile – „resmi anlasmaslik“ – geri cekildi. Ama yinede yeni bir girisimi göz önünde tutmaliyiz, genis destekler ve büyük insanbariyerleri bunuda engelleyebilir!

Verdrängung stoppen!

Zwangsräumungen können in Berlin nicht mehr still und leise durchgeführt werden. Viele Menschen sind dazu bereit sich gegen Verdrängung ihrer Nachbarinnen und Nachbarn aktiv zu wehren. Die steigenden Mieten in Berlin treffen fast alle Menschem, vor allem die mit geringen und mittleren Einkommen. Die herrschende Stadtpolitik guckt dieser Entwicklung tatenlos zu. Also müssen wir selbst in der Nachbarschaft Solidarität organisieren und uns tatkräftig der Verdrängung in den Weg stellen.

Baskiyi durdur!

Tahliyeler artik Berlin´de sessiz ve sakin gerceklestirilemez. Bircok kisi, Komsularinin tahliyesine karsi aktiv mücadele icin hazirlar. Berlin´deki Kira artislari hemen hemen her insani yakaliyor, özellikle düsük ve orta gelirlileri. Hüküm süren Sehirpolitikasi bu gelismeleri eylemsiz izliyor. O halde bizler kendimiz mahallede dayanismalar düzenleyip azimle bu kovulmalara karsi gelmeliyiz

Weitere Zwangsräumungen drohen

Es drohen in nächster Zeit noch weitere Zwangsräumungen, so auch in der Lübbener Straße. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBM versucht das Ehepaar K. aus ihrer Wohnung zu räumen. Das 70 bzw. 80 Jahre alte Ehepaar ist 1969 aus der Türkei nach Berlin eingewandert und lebt seit 37 Jahren in der Wohnung. Der Ehemann ist schwer körperlich krank. Bereits vor einem Jahr wurde in einem Attest erklärt, dass ein Umzug den Gesundheitszustand des Ehemannes wesentlich verschlechtern würde. Das Ehepaar hat angekündigt ihre Wohnung nicht verlassen zu wollen. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ unterstützt sie dabei und will auch diese Zwangsräumung abwenden.

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Diger Tahliyeler kapiya dayaniyor
Yakin gelecekte diger tahliyeler kapiya dayaniyor, Lübbener Straße de oldugu gibi. Belediye Konut Sirketi WBM K. Ciftini Evlerinden atmaya calisiyor. 70 ve 80 yaslarindaki cift 1969 da Türkiye´den Berlin´e göc etti ve 37 senedir bu evde oturuyorlar.
Kocasi fiziksel hasta. Bir sene öncesinde alinan Doktor raporunda tasinmanin Kocasinda ciddi saglik problemlerine yol acacagini belgelendiriyor. Cift Evlerini terk etmeyeceklerini bildirdi. „Tahliyeyi Engelle“ Birligi aileyi destekliyor ve bu tahliyeyide engellemek istiyor.

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