Zwangsräumung von Allmende verhindern!

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+++ Update 25.03. +++

Der Gerichtsvollzieher hat für die geplante Zwangsräumung bei Allmende am Freitag, 27.3.2015 Polizeihilfe angefordert. Einmal mehr wird die Polizei versuchen, die Eigentumsverhältnisse abzusichern. Aus diesem Grund versucht sie, die Anmeldung einer Kundgebung vor dem Haus zu verbieten.

Die Polizei will die Zwangsräumung durchsetzen. Wir akzeptieren keinen anderen Kundgebungsort! Wir akzeptieren keine Zwangsräumung! Die Polizei will ab 6.00 Uhr am Freitag, 27.03. 2015 den Kottbusser Damm vom Zickenplatz bis zur Einmündung Urbanstraße einseitig absperren.

Ihr seid eingeladen zu kommen und zu bleiben! Vollversammlung mit anschließender Party und offenem Ende! Bringt Essen, Musik und am besten gleich den Schlafsack mit oder feiert bis zum Morgen!

Kommt alle am Do, 26.03., Kottbusser Damm 25/26, UB- Hermannplatz! ab 19.00 Uhr VV, im Anschluss Party/Essen mit offenem Ende. Allmende braucht unsere Unterstützung! Wir freuen uns auf Euch! Der Aktionskonsens erlaubt kreative Aktionen auch im ganzen Stadtgebiet.

+++ Aufruf des Bündnis Zwangsräumung von Allmende verhindern +++

Allmende e.V. ist ein Treffpunkt in Kreuzberg, der sich „Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur“ nennt. Er ist eine Begegnungsstätte für soziale, politische und kulturelle Aktivitäten. Ein Schwerpunkt von Allmende ist der Kampf gegen Rassismus in allen Ebenen. Dazu gehörte u.a. die Kampagne “Integration- Nein danke!”, das „Festival gegen Rassismus“ und die Aktionen zu den rassistischen NSU Morde. In diesen Zusammenhängen hat Allmende v.a. auf die staatliche Verantwortung hingewiesen. Allmende unterstützt die Refugee-Kämpfe für ein menschenwürdiges Leben und für den Erhalt der Schule in der Ohlauerstr.

Allmende bleibt!

Seit 2006 hat Allmende seine Vereinsräume am Kottbusser Damm 25/26. Ende 2013 lief der Mietvertrag aus. Mehrfache Versuche über eine Verlängerung des Mietvertrages zu reden, wurden vom Vermieter ohne nennenswerte Gründe abgewiesen. Stattdessen sollten wir Ende 2013 die Räume übergeben. Wir dagegen entschieden uns für „Allmende bleibt/çıkmıyor“. Eine Räumungsklage des Vermieters beim Landgericht endete Nov. 2014 mit dem Urteil der Räumung. Wir verurteilen dieses Urteil als ungerecht und rücksichtslos. Wir möchten uns den Profitinteressen einiger Weniger nicht beugen und werden den Bezirk nicht verlassen, den wir mitgestaltet haben.

Verdrängung hat viele Gesichter:

Mieterhöhung, Modernisierung, Luxussanierung, Umwandlung in Eigentumswohnungen, Jobcenter zahlt die Miete nicht, Rassismus auf dem Wohnungsmarkt. Mieter_innen, aber auch Initiativen und Vereine, Kitas und Jugendtreffs müssen ihre Räume verlassen. Die soziale Infrastruktur im Kiez wird zerstört. Das sollten wir uns nicht gefallen lassen. Lasst uns gemeinsam gegen die Verdrängung von Mieter_innen und Initiativen kämpfen!

– Wir fordern den Eigentümer auf, den Mietvertrag mit uns zu verlängern.
– Wir fordern den Bezirk auf, Räumlichkeiten für politische, soziale und kulturelle Initiativen z.V. zu stellen.
– Wir fordern die Politik auf, mietergerechte Stadtpolitik zu entwickeln.

Und wir rufen ALLE auf, die Räumung von Allmende durch den Gerichtsvollzieher nicht zuzulassen:

K O M M T Alle am 27. März 2015 um 9 Uhr zum Haus am Kottbusser Damm 25/26 bzw. zu der Kundgebung davor.

Keine Rendite mit der Miete! Wir bleiben Alle!

Für eine Gesellschaft ohne Zwangsräumungen, rassistische und soziale Ausgrenzung!

+++ Links +++

Website Allmende: http://www.allmendeberlin.de/index2d.htm
Twitter Zwangsräumung Verhindern: https://twitter.com/WirKommenAlle Hashtag #Allmende
Artikel Taz: Hier klicken