Zwangsräumung im Wedding verhindert!

UPDATE:

F. wurde am Donnerstag, den 26.05., doch geräumt. Soweit wir wissen, hätte die Gerichtsvollzieherin einen neuen Termin ankündigen müssen. Wir prüfen gerade mit Anwält*innen die Sachlage.

Manchmal erfahren wir sehr spontan von Zwangsräumungen, manchmal gibt es sehr spontan Protest vor Ort und manchmal sind wir ganz spontan total erfolgreich. Ein kleiner Augenzeug*innenbericht vom 24.5.2016:

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Heute morgen um 10:15h sollte F. aus ihrer Wohnung in der Buttmannstr. im Wedding zwangsgeräumt werden. Es waren ca. 15 Personen verschiedener Zusammenhänge, Kulturen und Alters präsent, teilweise mit F. in der Wohnung, im Hof und vor der Tür. Die Gerichtsvollzieherin mit ihrem Schlosser kam püktlich, ebenfalls ein Typ mit Akten unterm Arm (vielleicht Rechtsanwalt des Vermieters), und der Amtsbetreuer.

Um unseren Protest klarzumachen, hatten wir Stopschilder und ein Transparent dabei, und andere Gitarren und Kameras.
Vor der Haustüre Traf man sich, und die Gerichtsvollzieherin machte ihre Absicht klar und fragte ob noch mehr von uns da seien, was bestätigt wurde. Außerdem erklärte man, dass wir ihr Unternehmen nicht unterstützen.

Der Rechtsanwalt wurde ungeduldig und begann, Leute beiseite schiebend, sich den Weg zu bahnen,was den Protest unserer Fotografin hervorrief, die auch gleich zu fortografieren begann, was wiederum dem Rechtsanwalt missfiel, ihr das verbot und sich drohend vor ihr aufbaute. Da sah sich das Bündnis Zwangsräumung verhindern berufen zu intervenieren trat dazwischen, und zeigte sein Stopschild, was wiederum den RA bewog sich bedroht zu fühlen.

Das hatte sich die GV nicht so vorgestellt, und zog sich mit den übrigen Amtspersonen 15 Schritte zurück um zu beraten. Da durfte der RA natürlich nicht fehlen und kam hinterher. Nach einigem beraten, telefonieren, etc. beschloss man sich, weitere 15 Schritte von uns zu distanzieren, während wir musikalischen Darbietungen lauschten, unsere Schilder in die Luft und das Transparent gerade hielten und für einige Fotos posierten.

Das erste Resultat der Beratungen war der Rückzug des Schlossers, der in zweiter Spur geparkt hatte. “Der geht nur Kaffee trinken, weil’s jetzt länger dauert” bremste den aufkommenden Jubel im Keime, aber irgendwann ließ man den Betreuer alleine, der dann an uns vorbei ins Haus ging. Nach etwa 10 Minuten kam er starren Blickes wieder raus, rauschte an uns vorbei.

Wir hatten den Erfolg, die Amtspersonen die belämmerten Gesichter.