Termine von der 3. Kiezversammlung

Bedrohte Späti und Änderungsschneiderei Oranienstraße 35

Telefonaktion für den Erhalt
15.05.; den ganzen Tag
Eigentümer Bauwerk Immobilien: 030/887 142 19
Hausverwaltung Krasemann: 030/927 0530
Hauptstelle in Hannover : 0511/283 970

Nachbarschaftsversammlung rund um die Oranienstraße

18.05.; 19 Uhr rechts neben Café Kotti (Adalberststraße) die Empore hoch im Seminarraum

Kundgebung in der Oranienstraße vor den bedrohten Läden

20.05; 16.00 Uhr; Oranienstraße 35

Fantastic Foxhole Hostel

Workshop zu Touristifizierung von NAchbarschaftsinitiative Weserkiez
12.05.; 19.00 Uhr; Nikodemuskirche; Nansenstraße 12; Reuterkiez

Cornern (gemeinsames Limo und Bier trinken auf der Straße) vor dem Fantastic Foxhole Hostel, Weserstrasse 207, 19.5.; ab 18 Uhr

Selbstorganisation

Straßenfest für Selbstorganisierung
20.05.; 14.00 Uhr; Wipperstraße (Nähe des S+U Neukölln)

Bündnis der Otto+Suhr Siedlung und Umgebung (Boss&U)

Fest in der Otto-Suhr-Siedlung vom Mietenbündnis
27.05.; ab 11.00 Uhr; vor der leerstehenden Bibliothek in der Oranienstraße Ecke Lobeckstraße

Kundgebung vor der Zentrale der Deutsche Wohnen AG
02.06.; 11.00 Uhr; Mecklenburgische Straße 54

Kotti & Co

Nachbarschaftsfest am Kotti
19.05.; 16.-19.00 Uhr; Kottbusserstr./Admiralstr. Bei blog_huette

Lärmdemonstration ; 6 Jahre Gecekondu
26.05.; 17.00 Uhr, Start am Gecekondu KottbusserTor/Admiralstraße

Drugstore, Schöneberg

Tag der offenen Tür vom (akut räumungsbedrohten) Drugstore
27.05.; ab ca. 15.00 Uhr; Potsdamerstraße 180

Kiezspaziergang Schöneberg
27.05; 13.00 Uhr; Nollendorfplatz; weitere Infos: www.gentrifidingsbums.blogsport.de

Mieter*innen der DeGeWo Häuser rund um Mariannenplatz/Naunynstraße/Waldemarstraße

Offenes Treffen der Initiative
Jeden Dienstag; 18.00 Uhr; AWO Adalberststraße 23A

Google Campus

Infoveranstaltung zum Konzern Google und den möglichen Auswirkungen ihres Campus in Kreuzberg
Irgendwann im September; SO36

Straßenfest im Reichenbergerkiez
09.09.; ab 14 Uhr

Gemeinsame Demonstration

Bundesweite Welcome United Demonstration; Idee einen Mietenpolitischen Block zu organisieren
16.09.

Telefonaktion am Montag 15.5.2017 gegen Verdrängung in der Oranienstraße!

Kündigung der Änderungsschneiderei Kabacaoglu und die Zwangsräumung des Spätkaufs verhindern!

Die Änderungsschneiderei Kabacaoglu in der Oranienstr. 35 gibt es bereits seit 1985. Jetzt wurde ihr zum  31.5.17 gekündigt. Vorher gab esnie Stress aber im letzten Jahr kaufte die Bauwerk Immobilien das Haus.

Anscheinend zu einem teuren Kaufpreis, den sie auf Kosten der Mieter*innen wieder einfahren wollen. Das können sie aber vergessen. Auch viele Kund*innen sind solidarisch mit der Änderungsschneiderei. Wir fordern, dass die Änderungsschneiderei den Mietvertrag verlängert bekommt. zu für sie tragbaren Konditionen.

Tür an Tür mit der Änderungsschneiderei befindet sich der Oranienspäti in derselben Hausnummer. Eigentümergesellschaft ist auch hier die Bauwerk Immo GmbH. Die Familie Tunc betreibt den Laden seit 2009. Ihre Wurzeln reichen zurück bis zu den ersten türkischen Gastarbeiter*innen in Kreuzberg. Die Tuncs kämpfen seit ihrer Kündigung im Mai 2015 rechtlich um den Verbleib in der Oranienstraße. Sollte die Gültigkeit einer Klausel im Mietvertrag nicht erstritten werden können, die den Verbleib des Ladens bis August dieses Jahres absichern würde, droht die Räumung. Wir akzeptieren das nicht und fordern die Rücknahme der Räumungsklage und der Kündigung, sowie die Aufnahme von Verhandlungen zur Verlängerung des Mietvertrages des Oranienspätis!

* Wann wollen wir anrufen:

Am Montag 15.05.17 werden wir alle gemeinsam die Eigentümer Bauwerk Immobilien und die Hausverwaltung Krasemann anrufen und fordern, den Mietvertrag zu verlängern bzw. die Kündigung für den Spätkauf zurückzunehmen. Macht mit, nur gemeinsam können wir den nötigen Druck aufbauen!

* Wen rufen wir an?

Die Eigentümer Bauwerk Immobilien GmbH
Kronberger Str. 12, 14193 Berlin
Telefon: 030 / 887 142 -19, Telefax 030 / 887142-22  Geschäftsführerin Anke Polster

Die Hausverwaltung Krasemann Immobilien Management Berlin GmbH
Pistoriusstraße 6a, 13086 Berlin,
Telefon: 030 / 927 053 0
Hauptstelle in Hannover: Immobilien Management Hannover GmbH
Telefon: 0511 / 283 97-0
Geschäftsführer Stefan Buhl

* Wie rufen wir an?

Freundlich und bestimmt. Ihr könnt euch einen anderen Namen geben und eure Rufnummer unterdrücken wenn ihr anonym bleiben wollt. Wir freuen uns auch wenn sich etwaige Journalist*innen und/oder “wichtige” Menschen beschweren. Bei der letzten Telefonaktion wollten sie eine Rückrufnummer haben und hatten diese auch tatsächlich zurück gerufen. Also überlegt euch vorher, ob ihr das wollt. Unser Ziel ist es Chaos zu stiften, die Leitungen lahm zu legen und nicht Mitarbeiter*innen zu beleidigen.

Sehr wahrscheinlich werden die Mitarbeiter*innen schnell auflegen, ruft dann einfach wieder an und wieder und wieder…

* Was könnt ihr sagen?

Beispiel: Hallo mein Name ist XXX könnte ich den Chef / die Geschäftsführerin sprechen? Ich habe von der Kündigung der Änderungsschneiderei Kabacaoglu bzw. des Spätis in der Oranienstr. 35 erfahren. Ich bin empört und empfinde es als menschenverachtend Familien die Existenz zu vernichten und sie nach so langer Zeit auf die Straße zu setzen. Ich fordere sie auf, den Mietvertrag umgehend zu verlängern! Denkt euch gerne was Eigenes aus!

Mailt uns eure Erfahrungen an zwangsraeumungverhindern@riseup.net

Verdrängt in Berlin – Folge 22

Verdrängt in Berlin: Folge 21 – Die Gerichtsvollzieherin

Die Gerichtsvollzieherin

Was wir noch so machen in unserer Freizeit…

…und gestern haben wir bis in die morgenstunden n geiles transpi für die änderungsschneiderei gemalt. wer will, kann uns helfen beim aufhängen oder das transpi bejubeln! wer ne gute knipse hat, kann das vielleicht ablichten, wär doch n nettes erinnerungsfoto für den hausbesitzer… ansonsten können wir das foto als leistungsnachweis – an prominenter stelle – auf unserer website unterbringen, zwecks vorlage beim jobcenter oder so…

unser neues, wunderschönes kleid ist aus herrlichem und neuartigen reflektions-stoff (weiss) und der anspruchsvolle schriftzug “profitsystem abschaffen. nachbar*innen bleiben!” ist in schönen frühlingsfarben aufwendig aufappliziert. zusätzlich gibt es 3 expressive bildelemente, die dem kleid seinen unverwechselbaren charakter und tieferen sinn verleihen.

keine angst, ich starte bestimmt keine werbe-karriere, aber wenn ich morgen um 14.00 nicht am vereinbarten treffpunkt bin, heißt das, ich rück das transpi nich mehr raus, weils so schön is, dann lass ich mir n kleid draus machen;)

…und find es wunderschön!

Zwangsräumung in der Grenzallee im April verhindert!

Zuerst haben wir gemeinsam einen Brief übergeben…
 
Am 6. April trafen sich 4 Personen aus dem Bündnis Zwangsräumung verhindern am Kotti, um gemeinsam nach Köpenick in die Oberspreestraße 182 zu fahren.

Wir nutzen die Fahrt, um uns gegenseitig den Brief laut vorzulesen und letzte Fehler zu korrigieren. Besonders gefiel mir die Stelle im Brief, wo der Anwalt seine Vermieterbrille gegen seine Mieterbrille mal auswechseln soll. Der Anwalt ist auch für den Mieterverein tätig und hat also auf diesem Bereich Kompetenzen.
 
Nachdem wir die Stadt mit Hilfe der BVG neu vermessen hatten und uns in einer anderen Welt fühlten – dabei ist von Kreuzberg nach Köpenick laut BVG nur 45 Minuten Unterschied – in der Realität aber doppelt soviel – fanden wir uns in einer anderen Welt wieder. Was ist aus der Arbeiterklasse geworden, die hier vor 30 Jahren Schöneweide das Flair gab, dass nur Kabelwerker geben können? Kabelwerk Oberspree deindustrialisiert, Arbeitsstandorte globalisiert, Auswirkungen als Fluchtursachen wieder zurückgekehrt an den Beginn der Geschichte und wir nun bei den Verantwortlichen konkret zu Besuch – eine Gründerzeitvilla mit Jugendstilambiente erwartete uns.
 
Kurz vor dem Klingeln waren wir komplett irritiert – zu wem wollten wir eigentlich? Die Katharina ist die Hausverwalterin, aber ist sie auch die Eigentümerin? Irgendjemand besitzt die Website der Hausverwaltung und hat noch eine Verbindung zu? Und der Anwalt berät sowohl Mieter, besitzt aber auch Häuser und macht da fett Geschäft mit Flucht und Armut und dann leistet man sich noch den Zweig der Zivilgesellschaft, denn im Souterain war die Spindelmindel – irgendein lokaler Aufschlag des engagierten Teils der Bevölkerung für Lurchen und Uferwege und Partizipation – wo wollten wir eigentlich hin? Jemand erklomm die Stufen zum Eingang. Und da standen sie alle an Klingelschildern, an Briefkästen, aber nur eine Klingel für alle – alles eine Mischpoke.
 
Der Summer ging, die Tür sprang auf, vor uns eröffnete sich ein Entré aus vergangenen Zeiten, Holzgetäfelt, Deckenbemalt – herrlich, einfach eine andere Klasse. Aus der einzig offenen Tür kam uns ganz  offensichtlich die Sekretärin entgegen, hinter ihr leuchtete das Bodemuseum in gelb und rot gemalt. Sie war irritiert. Warum wir den Brief nicht per Post geschickt haben – ja es drängt, sie haben eine Zwangsräumung angesetzt. Warum man nicht einen Termin gemacht hätte und ein vier-Augen-Gespräch? Nein, wir kommen nie allein, wir sind Gruppe – heute sind wir in kleinster Aufstellung. 
 
Der Fragen waren noch viele, wir verlasen den Brief und ergänzten danach einander den Entwurf des weiteren Prozedere. Wir haben wirklich kein Interesse an Eskalation + aber angesichts der Ungerechtigkeit haben wir einen Plan + wir kommen wieder mit einer Kundgebung + wir schreiben Briefe an Geschäftspartner und Freunde der Zivilgesellschaft und natürlich diskutieren wir das über die Presse gemeinsam + und wenn nichts hilft, dann organisieren wir natürlich die Blockade + aber wir haben kein Interesse an Eskalation + sie haben damit angefangen.
 
Wir hatten uns nicht verabredet, wer was sagt. Wir sind so eingespielt aufgrund unserer Erfahrung, dass wir wie eine Spinne jedes Bein nach einem Rythmus bewegt, uns gemeinsam zum Abschluß des Gesprächs vortasteten, in der Bewegung aber schon auch unberechenbar schienen für die ganz offensichtlich weiblich sozialisierten Person, die es schon bereute auf die Frage “Sollen wir den Brief mal vorlesen” vor gefühlten 20 Minuten “Ja” gesagt zu haben. 
 
Und wir konnten kein Ende finden. Eine Person hatte sich bereits auf der Couch niedergelassen und sagte wie ins Nirvana “Weisst du noch bei der Räumung von Ali?” und eine andere Person ergänzte “…als der Kurier mit einem brennenden Auto titelte” und die Dritte ergänzte “So sieht es in Kreuzberg aus, wenn die Gerichtsvollzieherin kommt” Die männliche Stimme der Vernunft aber hielt entgegen: “Wir halten nichts vom Kurier”
 
Und hinter einer großen Holztür hörte man eine männliche Stimme telefonieren. Wir konnten uns ein Schmunzeln nicht verkneifen – nicht nur sie hatte etwas untertrieben zu Beginn, als sie meinte, niemand wäre im Hause.
 
So zogen wir fröhlich von dannen, die Bewegung hinter uns stehend, die Zukunft vor uns und die Sonne schien. Ein wirklich gelungener Ausflug.
 
…dann machte Herr Tüxen mit uns einen Termin

Wir waren 5 Leute; hatten – wie besprochen – 3 Forderungen und einen Vorschlag mitgebracht… zunächst hat Herr Tüxen uns darüber informiert, dass er für dieses Gespräch kein Mandat hat und eigentlich Anwälte miteinander kommunizieren… Auf die Frage hin, ob wir mal erklären sollten, warum wir hier sind und wer wir eigentlich sind winkte er nur wissend ab “Danke, ich weiß, wer sie sind.”
 
Als nun geklärt war, dass wir zu einem politischen Gespräch gekommen waren, stellten wir unsere Forderungen und unser Angebot vor:

  • Zwangsräumung am 3.5. abgeblasen
  • Mietfreiheitsschuldenbescheinigung – f. weiß wie es genau heißt
  • Schuldenerlass komplett
  • und bis zum Auszug Miete nach den Möglichkeiten, die JC gewährt

Dann folgte eine Diskussion + irgendwie hielt er sich am Mietenkonto fest, die betroffenen Mieter wollte es dann aber genau wissen “woher sollen wir wissen, was sie erhöht haben, wenn sie uns das nicht mitteilen?”…und hier ist in der Tat ein strukturelles Problem, JC zahlt direkt, aber Mieterin ist in der Verantwortung
 
Als die Freundin und Übersetzerin dann vor seinem Schreibtisch stand und sich nicht mit allgemeinen Vorwürfen abspeisen lassen wollte, ließ er seinen Plan fallen, das Mantra von ‘Schulden sind in so hohem Maße aufgelaufen, dass er das hier nicht in Gänze darlegen könne’ weiter zu wiederholen…
 
Daraufhin machte ein Unterstützer einen längeren Beitrag, warum sind wir hier und was ist eigentlich mit dem Unterschied zwischen Herrn Tüxen und der Mieterin…. dadurch war es Herrn Tüxen möglich, wieder auf den Kern unseres Erscheinens zurückzukommen wir setzten nochmal nach “Wir brauchen einfach Verfahrenssicherheit, ob wir nun auch am 3. Mai noch nüchtern sein müssen” 
 
Und dann ging alles sehr schnell. Herr Tüxen bestätigte alle Forderungen und hatte nur den Wunsch, eine großzügige Frist des Auszuges festzuschreiben – 1 Jahr mit der Möglichkeit ohne Fristen jederzeit das Mietverhältnis durch die Mieter zu kündigen, wenn sie eine andere Wohnung gefunden haben.
 
Der Vergleich ist geschlossen

  • Räumungstitel ruht, Zwangsräumung zurückgenommen
  • Mietschuldenbefreiung wird ausgestellt
  • Schulden erlassen und zwar komplett
  • aktuelle Miete läuft bis zum Auszug

 

Verdrängt in Berlin: Folge 20 – Reifenraths Richtershow

Organize – Antikapitalistische Demonstration im Wedding

Sonntag, 30.4.2017, 16 Uhr
Leopoldplatz (U6 & U9)

Am 30. April 2017 gehen wir gemeinsam auf die Straße. Steigende Mieten, zunehmender Stress vom Jobcenter, rassistische Polizeikontrollen oder fehlende Möglichkeiten und Orte das Leben im Kiez selbst zu gestalten – das alles sind Teile einer sich verschärfenden, kapitalistischen Stadtumstrukturierung, die uns alle betrifft. Unsere Antwort ist Selbstorganisierung von unten! Gemeinsam können wir etwas verändern.
Der ganze Aufruf, die Route, Mobimaterial etc. gibts hier.

Gemeinsam von Neukölln und Kreuzberg in den Wedding

Vortreffpunkt Neukölln
Friedel54, Friedelstraße 54, 12047 Berlin -Neukölln
14.00 Uhr: Kundgebung
15.15 Uhr: Gemeinsam in den Wedding fahren

Vortreffpunkt Kreuzberg
NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2A, 10997 Berlin-Kreuzberg
15.00 Uhr: Gemeinsam in den Wedding fahren

Bericht Go-In bei Immofirma Ordrupal und Aufruf zur Telefonaktion

UPDATE: Auch nach dem Go-In und der Telefonaktion zeigte die Ordrupal kein Entgegenkommen und bestand auf Zwangsräumung. Zudem wurde bekannt, dass die Ordrupal sich ohne Wissen der “Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e.V.” mit deren Logo schmückt um sich ein soziales Mäntelchen umzuhängen. Die Familie R. wollte am Tag der Zwangsräumung Ende April keinen Protest, trotzdem war die Polizei mit 10 Wannen im Einsatz. Aufgrund eines juristischen Fehlers konnte die Gerichtsvollzieherin die Zwangsräumung nicht durchführen. Die Familie hat eine individuelle Lösung gefunden und den Unterstützer*innen bleibt noch die Antirepressionsarbeit.

Berliner Polizei erkennt: Zwangsräumung beginnt hier.

Keine Räumung. Schon gar nicht vor dem 1. Mai

Am Donnerstag, den 20.4., besuchten Aktivist*innen und Nachbar*innen das Immobilienunternehmen Ordrupdal GmbH, Oranienstraße 100 in 10969 Berlin, einer der vielen Akteur*innen der massiven Verdrängung, die in Berlin stattfindet. Die Ordrupal will eine 4-köpfige Familie räumen lassen. Die Ordrupal rief sofort die Polizei und ein Mitarbeiter war sehr aggressiv.

Auch wenn wir nicht alle der täglich 20 Zwangsräumungen in Berlin thematisieren können, so bleibt es weiter notwendig gegen diese durch die kapitalistische Eigentums- und Verwertungslogik produzierten systematischen Missstände laut zu sein und Widerstand zu organisieren. Widerstand der sich in Berlin zur zeit wider stärker regt, sei es nun am Samstag wenn die Rigaer und Friedel zum Trümmertango bitten, in der Lausitzerstraße 10 und an vielen anderen Orten. Ein Widerstand vor dem der Staat Angst hat. So auch am Donnerstag als Menschen nach einer bereits beendeten Aktion als Teilnehmer*innen verdächtigt wurden und unter fadenscheinigen Gründen über eine Stunde festgehalten und zur Personalienfeststellung gezwungen wurden. Dies hatte den offensichtlichen Zweck Menschen einzuschüchtern. Doch das wird nichts, wir werden weiter gegen die Verdrängung sich unkooperativ zeigender Eigentümer vorgehen.

Keine Räumung ist egal. Organisieren wir weiter den Widerstand in den Kiezen für eine soldiarische Nachbarschaft und die Stadt von unten für alle! Und überhaupt mal Eigentum an Wohnraum abschaffen, Berliner Linie auch!

Aufruf zur Telefonaktion

Am Montag, den 24.4.2017, wollen wir bei der Ordrupdal GmbH, Oranienstraße 100 in 10969 Berlin anrufen und ihnen sagen was wir von der Zwangsräumung einer 4-köpfigen Familie halten Die Nummer ist 030 88 927 290, anstelle der 0 am Ende könnt ihr auch verschiedene Durchwahlnummern probieren. Der Geschäftsführer heißt Christian Piil Andersen.

Ein 4-köpfige Familie soll vor dem 1. Mai zwangsgeräumt werden. Sie hat einen Vergleich geschlossen um ausstehende Mietschulden in Raten abzuzahlen, dies macht sie auch. Aber die Miete wurde 3 mal einige Tage zu spät gezahlt. Dies nimmt der Eigentümer zum Anlass zur Zwangsräumung. Wir wollen, dass die Zwangsräumung zurückgenommen wird!

Telefonaktionen hatten wir schon mehrmals gemacht. Einen Bericht zur letzten findet ihr hier.

Wie rufen wir an?

Freundlich und bestimmt. Ihr könnt euch einen anderen Namen geben und eure Rufnummer unterdrücken wenn ihr anonym bleiben wollt. Wir freuen uns auch wenn sich etwaige Journalist*innen und/oder “wichtige” Menschen beschweren.

Wütend ohne persönlich zu werden. Bitte bedenkt, die Person am Telefon ist meistens nicht für die Kündigung verantwortlich. Unser Ziel ist es Chaos zu stiften, die Leitungen lahm zu legen und nicht Mitarbeiter*innen zu beleidigen.

Sehr wahrscheinlich werden die Mitarbeiter*innen schnell auflegen, ruft dann einfach wieder an und wieder und wieder…

Was könnt ihr sagen?

Beispiel: Hallo mein Name ist XXX könnte ich den Geschäftsführer sprechen?
Ich habe von der Zwangsräumung einer 4-köpfigen Familie durch ihre Firma in der nächsten Woche erfahren. Ich bin empört und empfinde es als menschenverachtend einer Familie obdachlos zu machen. Auf ihrer Website werben Sie damit, dass sie die Arche und die Berliner Tafel unterstützen und rühmen sich damit: „Der Unternehmensgründer und alle Mitarbeiter sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst.“ Dabei bleibt unverständlich, wie Sie das mit der Zwangsräumung einer Familie in die Obdachlosigkeit vereinbaren. Diese Frage werden ihnen sicher viele Menschen stellen.
Ich fordere sie auf, die Zwangsräumung zurückzunehmen!

Denkt euch gerne was eigenes aus!

Selber machen Konferenz // 28.-30.4.

Selber machen – Internationale Konferenz zu Basisorganisierung, Gegenmacht und Autonomie

28.4. bis 30.4. 2017
New Yorck im Bethanien
Mariannenplatz 2 a
10997 Berlin – Kreuzberg

“Wir machen einen Kongress. Vom 28. bis zum 30. April wollen wir im traditionsreichen Berliner Bethanien zusammenkommen, um uns darüber zu unterhalten, wie eine Selbstorganisierung von „unten“ in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aussehen kann: Im Stadtteil, im Arbeitsleben, in der Kultur.”
Aus dem Aufruf, mehr Info und das Programm auf dem Blog www.selbermachen2017.org

Das Bündnis Zwangsräumung verhindern macht auf der Konferenz am Samstag, den 29.4. von 10.00-12.00 Uhr einen Workshop mit dem Titel:

Widerstand hat viele Gesichter – 5 Jahre Zwangsräumung verhindern in Berlin

Seit 5 Jahren kämpfen wir gemeinsam mit Betroffenen gegen Zwangsräumungen. Dabei wollen wir für die Betroffenen was rausholen, solidarischen Widerstand organisieren und an den konkreten Geschichten die ganze Unmenschlichkeit des Kapitalismus erzählen.

Wir schreiben Briefe an die Verantwortlichen, begleiten Leute zu ihren Prozessen, machen Kundgebungen, Demos, Mikrofonikias, Go-Ins und Blockaden. In 70 Fällen von Zwangsräumung mit über 200 Betroffenen konnten 26 Zwangsräumungen verhindert werden. Für einige konnte ein Aufschub erreicht, für andere eine Ersatzwohnung erzwungen werden, manche fanden selber eine, manche meldeten sich nicht mehr und einige wurden gewaltsam geräumt.

Tausende Menschen unterstützen unsere Aktionen, sind solidarisch mit von Zwangsräumung Betroffenen und haben Zwangsräumung zum öffentlichen Thema gemacht. Neben viel Zustimmung gibt es aber auch Kritik innerhalb und ausserhalb des Bündnisses: unsere Arbeit sei Sozialarbeit und kommt über den Einzelfall nicht hinaus, wir organisieren die Leute nicht, unsere Aktionen sind nicht radikal genug.

Genug Stoff für anderthalb Stunden, wir würden eine kurze Einführung geben und freuen uns über eure Fragen und Kritik.